Abschiebungen? Stoppen!

Über 20.000 Menschen sind im vergangenen Jahr aus Deutschland abgeschoben worden. Die Ausweitung der soge­nan­nten sicheren
Herkun­ft­slän­der auf den Kosovo, Mon­tene­gro und Alban­ien bedeuten für viele schon lange hier lebende Men­schen eine exis­ten­zielle Bedro­hung. Abschiebun­gen wer­den nicht mehr angekündigt, vom Staat uner­wün­schte Flüchtlinge sollen die über­füll­ten Auf­nah­me­lager nicht mehr ver­lassen dür­fen. Auf die massenhafte Überwindung der Grenzen, reagiert die Bundesrepublik mit immer weiteren Verschärfungen der Asylpolitik.

In vielen Städten in Niedersachsen fanden in der Vergangenheit solidarische Blockaden statt, durch die Abschiebemaßnahmen wirksam verhindert werden konnten. Angesichts der sich zuspitzenden Abschiebepolitik und der zunehmenden Entrechtung der Geflüchteten ist eine effektiver Widerstand gegen Abschiebungen aber umso notwendiger. Aber wie kann es gelingen, diese Praxis auch trotz der rigideren Regelungen fortzusetzen und zu stärken?

Vortrag und Diskussion mit Aktiven der Basisdemokratischen Linken / ILGöttingen

Beginn, 19 Uhr – Stern, Platanenallee 1, Aschaffenburg


 

Hintergrund:

Die meisten Geflüchteten, die nach Deutschland kommen, werden aufgrund verschiedener Gesetze wieder abgelehnt. Durch die sogenannte
Dublin-Verordnung und durch das Gesetz zu den sicheren Herkunftsländern ist es für viele Geflüchtete nahezu unmöglich geworden, einen
langfristigen und sicheren Aufenthaltsstatus zu erlangen. Nach dem Ablehnungsbescheid dauert es dann nicht mehr lang bis zur Abschiebung
bzw. Rückführung. Diese findet in der Regel ohne jede öffentliche Wahrnehmung statt. Die Behörden kommen nachts in die Unterkünfte und
bringen die betroffene/n Person/en zum Flughafen oder zum Bus. Immer wieder kommt es dabei zu großen Tragödien, seien es Suizidversuche oder
Nervenzusammenbrüche. Abschiebungen sind menschenunwürdig und stehen im krassen Widerspruch zu den postulierten Grundrechten und Schutzansprüchen.ausblenden

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