Feiern wir den Aufstand der antirassistischen Vielfalt

Über 30.000 Menschen beteiligten sich an der antirassistische Parade in Hamburg! Ein Video von Leftvision gibt es auf deren Facebook Profil –> HIER

Die iL mobilisiert zur We’ll Come United Parade in Hamburg am 29. September.
Zusammen bringen, was zusammen gehört. Der Sommer der Migration trifft auf den Sommer der Solidarität und wird zum Herbst des Gemeinsamen. Und die Interventionistische Linke ist mittendrin statt nur dabei. Wenn die bundesweite antirassistische Initiative We‘ll come United für Ende September in die Hafenstadt einlädt, lassen wir uns nicht zweimal bitten.
Eine Parade der Gemeinschaft soll es werden. Mit Musik und Theater. Ein Karneval der Vielen ist angekündigt. Ein verspielter Aufstand der Antirassist*innen inmitten einer Epoche der Heidenaus und Chemnitz‘. Es ist auch eine Epoche der Entscheidungen und der Zeitenwende. Eine Welt, die nicht mehr ist, wie sie nie war.
Standen wir vor drei Jahren noch an den Bahnhöfen und fuhren im Konvoi zur Grenze, haben wir uns diesen Sommer die Farbe Orange mit zu Eigen gemacht. Die #Seebrücke hat schlagartig bewiesen, dass es massenhaften dissidenten Einspruch gegen den politisch gewollten Mord auf dem Mittelmeer gibt; dass auf die Seehofers und LKA-Mitarbeiter hierzulande verstärkt Gegenwind wartet. Wer sagte noch, es sei alles verloren?!
Wir stehen nicht alleine da. Unsere internationalen Genoss*innen, mit denen wir Blockupy zu einem Sinnbild für europäischen militanten Widerstand machten, kämpfen heute auf kommunaler Ebene für die Verwirklichung der solidarischen Städte. Die Städte als antirassistisches und antifaschistisches Bollwerk gegen die tödlichen europäischen Nationalismen.
Denn auf dem Spiel steht mehr als das nackte Leben verzweifelter Menschen, die alles riskieren, und nicht selten alles verlieren. Es steht mehr auf dem Spiel, da das Schicksal dieser Menschen untrennbar mit dem unseren verwoben ist. Werden Geflüchtete weiterhin im Mittelmeer ertrunken gelassen, geht mit ihnen langsam aber stetig auch unsere Menschlichkeit unter.
Oft glauben wir, es sei nicht die Aufgabe einer radikalen Linken, Menschenrechte zu verteidigen. Schauen wir aber jenseits unseres europäischen Tellerrandes, sehen wir Genoss*innen genau das tun. Genoss*innen, die hier als radikale Linke gelten würden, sind in Kolumbien, in Syrien, in Ägypten Menschenrechtsverteidiger*innen. Fernab einer bürgerlich-individualistischen Auffassung, brauchen wir einen emanzipatorisch-kollektiven Begriff der Menschenrechte. Auch hier für Europa. Die Parade der Ungehörten könnte der Raum einer ersten Annäherung dazu sein.
Auf Hamburgs Straßen trifft eine Vielfalt aufeinander, die schlichtweg eines ist: eine Vielfalt unter Gleichen. Uns einen universelle Rechte, die von anderen als teilbar angesehen werden. Damit wollen sie die Entrechteten dieser Welt noch mehr in die Rechtlosigkeit drängen. Seien wir mitsamt diesen Entrechteten die Gerechten unserer Zeit! #unteilbar
Feiern wir den Aufstand der antirassistischen Vielfalt und lassen den Herbst des Gemeinsamen Wirklichkeit werden.
Kommt zum We‘ll come United –Parade, kommt in Orange zum #Seebrücke-Block auf der Demo, besucht uns beim #Bleibistan Truck, spinnt die #SolidarityCity mit uns: join the parade – solidarity will win!

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